Data MC - Data Invasion
Hamton / Rough Trade VÖ: 02.02.2007
Berlin muss sich vor London in Sachen Electro nicht verstecken: Jetzt soll die „Data Invasion“ zeigen, dass Dizzee Rascal nicht Europas einziger Innovator ist. Data MC bestehen aus MC Ono (Walkin Large), Walera Goodman und DJ San Gabriel. Im Gegensatz zum Kollegen aus England setzt die Berliner Formation allerdings weniger auf Drum’n’Bass, sondern mehr auf aggressive Breakbeat/HipHop-Beats. Die Würze im Sound sind die einschlagenden Raps von Ono, den man so gar nicht kennt – bei Walkin Large pflegte er einen smoothen Rapstyle. Stilistisch ist das erste Album von Data MC nicht immer in einer bestimmten Ecke einzuordnen. Club Sounds, Electro-Clash, Dancefloor-Smasher; die Berliner bedienen sich bei allen Facetten des Electro, Hauptsache der Sound drückt, kracht und ist einschneidend. Ausnahme dabei ist „Bad Girl“, das wesentlich softer und langsamer daherkommt. Dafür geht es auf „Grab Your Partner“ richtig zur Sache, wenn Maxx & Kimo Greene einsteigen, und dem Track mit ihren Raps etwas Oldschool-Flavour verpassen. Auch auf „Illegal Allien“ gibt es einige Features: Zion-l, Deuce Eclipse & Paradox 720. Zum Ausklang zeigt sich das Album dann von seiner ruhigen Seite – „So Many“ verzichtet auf bombige Beats und begnügt sich dagegen mit einer Gitarrenbegleitung. Danach gibt’s noch einen Remix von DJ Fricition, der sich „Live Forever“ vorgenommen hat. Data MC bringen frischen Wind. Auch wenn das Debütalbum „Data Invasion“ nicht durchgängig so packend ist wie eine Dizzee Rascal Scheibe, so können die Berliner doch mit ihren Qualitäten überzeugen. Wertung 8/10.