Daath - The Hinderers
Roadrunner Records VÖ: 30.03.2007
„The Hinderers“ von DAATH ist zunächst aus zwei Gründen überraschend: 1. Die Band kommt nicht etwa aus Norwegen, sondern aus Atlanta. 2. Es ist ihr Debüt-Album. Schon der Opener „Subterfuge“ und das folgende „From The Blind“ mit ihren schnellen Gitarren¬riffs und den treibenden Drums machen Lust aufs Headbangen und stehen beispielhaft für Sound und Qualität der Band: DAATH machen klassischen Death- und Black Metal auf sehr hohem Niveau, abwechslungsreich arrangiert und stellenweise durchbrochen von melodischen Keyboard-Passagen wie bei „Cosmic Forge“ oder „Under A Somber Sign“, das eine fast düster-märchenhafte Atmosphäre verbreitet. Aber „The Hindereres“ enthält auch progressive Elemente und so wird bei „Who Will Take The Blame?“ gekonnt mit elektronischen Klängen experimentiert. DAATH ist übrigens das hebräische Wort für „Wissen“ und die Band vergleicht die 13 Stücke des Albums mit den 13 Punkten des umgekehrten Lebensbaums der Kabbala – Metal als Mittel zur Erkundung der Psyche? Fest steht eines: Diese Jungs beherr¬schen ihr Handwerk, besonders Drummer Kevin Talley (Ex-Chimaira), dessen irre Stakkato-Beats und gekonnte Rhythmuswechsel den Sound des Album gewaltig prägen. Etwas aus dem Rahmen fällt allerdings „Dead On The Dance Floor“, das elektronische Dance-Sounds mit Metal mixt: „You shake your ass, but you’re already dead“ – was das wohl mit Kabbala zu tun hat? Egal, „The Hinderers“ ist jedenfalls ein fantastisches Album. Von DAATH dürfte man in Zukunft noch einiges hören. Wertung 9/10.