Er ist eine der ganz großen Stimmen des Grunge: Chris Cornell, Frontman der weltbekannten Bands Soundgarden, Temple Of The Dog und Audioslave. Mit „Carry On“ legt er nun sein neues Soloalbum vor. Musikalisch bietet diese Scheibe keine Überraschungen: Die 14 Songs sind allesamt typische Grunge/Alternative Rock-Stücke. Wem die Lieder der bisherigen Kapellen Cornells gefallen, der wird auch die neuen zu schätzen wissen. Zwei der Songs ragen allerdings aus der Platte heraus. Erstens „You Know My Name“, der Top 10-Titeltrack des letzten James Bond-Films „Casino Royal“ – der zwar kommerziell, aber auch wunderbar eingängig ist. Und zweitens „Billie Jean“. Genau, dieser Pop-Klassiker stammt von Michael Jackson. Wie das wohl klingen mag? Richtig gut. Cornell spielt eine komplett eigene Version, die herrlich schleppend und sehr minimalistisch daherkommt. Einfach klasse! Die anderen Lieder sind allesamt gut – ihnen fehlt aber das ganz Besondere, das die Perlen der Ex-Gruppen Cornells auszeichnete. Das prägendste Merkmal aller Tracks ist der Gesang. Chris Cornell ist eben eine der großen Stimmen des Grunge. Nach wie vor. Wertung 7/10.