Carla Bruni – No Promises
Naive / Ministry of Sound VÖ: 12.01.2007
Modeln und Singen passen normalerweise nicht zusammen – zumindest gab es bislang kaum erfolgreiche Sangesversuche von Models. Bei Carla Bruni ist das anders, die Musik ist für das Ex-Model, dem man ihre schon 38 Jahre überhaupt nicht ansieht, mehr als eine zusätzliche Einnahmequelle. Das Debütalbum „Quelqu'un m'a dit" der in Frankreich lebenden Italienerin verkaufte sich zwei Millionen Mal, war aber auch qualitativ ein Erfolg. Nicht nur wegen Carla Brunis bezaubernder Stimme. Auf dem jetzt erschienenen Nachfolger singt sie nur noch auf Englisch. Die Texte dazu schrieb sie nicht selbst, denn es handelt sich um Gedichte aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert von Autoren wie William Buster Yeats oder Emily Dickinson. „No Promises“ ist ein puristisches Album geworden, dem eine akustische Gitarre und Carlas Gesang genügen. Über all dem schwebt eine gewisse Leichtigkeit – aber auch eine gewisse Melancholie. So ist hier kein beschwingtes oder fröhliches Werk entstanden, sondern ein schönes, nach innen strahlendes. Bei den elf Songs fällt nur nur „If You Were Coming In The Fall“ mit kräftigen Beats und energischem Gitarrensolo aus dem Rahmen. Der Titel des Albums „No Promises“ kann wörtlich genommen werden: Carla Bruni macht keine Versprechungen. Es ist einfach nur ein sinnliches Album, wunderschön arrangiert. Nicht mehr und nicht weniger. Wertung 7/10.