Buju Banton setzt seine bewegte Karriere auf seinem eigenen Label Gargamel fort, das nach seinem Nickname benannt ist. Drei Jahre nach dem Album „Friends for Life“ steht „Too Bad“ in den Startlöchern, das auch gleichnamigen Hittune enthält, und die zweite Single „Nothing“. Buju Banton schmettert auf seiner neuen Scheibe einen harten Style, ohne dabei zu gleichtönig zu klingen. So gibt es mit Songs wie „Hey Boy“ auch ein paar smoothere Tunes, die stärker auf Melodie setzen, als durch seine Stimme anzupeitschen. Aber auch auf seine Roots verzichtet der 1973 in Kingston geborene Mark Anthony Myrie, wie Buju mit bürgerlichem Namen heißt, nicht ganz, wie die das langsame „Lonely Night“ unter Beweis stellt. Überraschend klingt auch das soulige „Fast Lane“, das zum Schluss der 55 Minuten steht. Doch davon sollte sich niemand verwirren lassen, denn „Too Bad“ ist ein rassiges Dancehall-Album mit einem wie immer direkten Buju Banton. Hier ist ihm vielleicht nicht sein größtes Werk gelungen, aber eins, dass gut genug ist alle Fans bei der Stange zu halten. Übrigens wurde das Album für den Grammy Award (bestes Reggae Album) nominiert. Wertung 7/10.