bumbanet ::: music sports and urbanstyle ::: www.bumbanet.de
  Music Urbanstyle
.
Index
Specials
Reviews
Live/Photos
Termine
Interviews
Sound/Video
Store
Service

Links Review News


Die neuen Veröffentlichungen

Das Archiv


Bright Eyes - Cassadaga
Polydor / Universal VÖ 07.04.2007

Player

Tourdaten

18.06.2007 - München, Georg Elser Halle
19.06.2007 - Wiesbaden, Schlachthof
20.06.2007 - Essen, Weststadthalle

www.brighteyesmusic.de

Conor Oberst ist mit Sicherheit einer der größten und talentiertesten zeitgenössischen Singer-Songwriter, keine Frage. Jedes seiner vorherigen sechs Alben zeigte einmal mehr, warum ihm dieses Attribut überall und zu Recht zugeschrieben wird – musikalische wie lyrische Kleinode, von einer Intimität und einer Sensibilität geprägt, die man so nirgends anders finden konnte und mit der Conor Oberst zum Bob Dylan, zum Sprachrohr seiner Generation avancierte. „Cassadaga“ ist leider sein schlechtestes Album. Warum? Dafür gibt es mehrere Gründe, die bei der schrecklichen Produktion anfangen. Der wärmende und vertraute Lo-Fi-Schlafzimmer-Sound wurde endgültig entsorgt und gegen einen glatten, fast überproduziert klingenden Sound eingetauscht, welcher stellenweise (z.B. „Make A Plan To Love Me“) an Leonard Cohens kolossales Missverständnis mit Phil Spector, sein „Death Of A Ladies Man“ erinnert. Schade, machte dies doch, zusammen mit den introspektiven, nachdenklichen und poetischen Texten, eigentlich die große Stärke von Oberst und Bright Eyes aus. „Cassadaga“ ist jedoch ein lupenreines Country-Album und erinnert mehr an Neil Young als an Obersts frühere Lo-Fi-Folk Vergangenheit. Klar, diese Entwicklung war schon auf dem letzten Album „I´m Wide Awake, It´s Morning“ rauszuhören, in dieser Ausprägung überrascht sie jedoch sehr. Textlich konzentriert sich das Album wie sein Vorgänger und eigentlich alle anderen Bright Eyes Alben auch, auf eine Mischung von politischem mit persönlichem und privatem, der gesellschaftskritische Moment von „I´m Wide Awake, It´s Morning“ ist in dieser Offensichtlichkeit jedoch nicht mehr zu finden. Aber auch hier enttäuscht das Album auf ganzer Strecke, wie z.B. das in arg einfallslose linke Plattitüden zurückfallende „Clairaudiences (Kill Or Be Killed)“ zeigt. Man mag es kaum glauben, gute Songs sind auf „Cassadaga“ tatsächlich Mangelware, “If The Brakeman Turns My Way“ oder mit Abstrichen „I must belong Somewhere“ stellen die Ausnahme dar. Fast keiner hat es für möglich gehalten, jetzt ist es eingetreten: „Cassadaga“ ist Conor Obersts erstes richtiges scheiß Album. Wertung 5/10.

Autor:
Daniel Holder


Bumbanet Magazine

Dein Feedback
zu dieser Review


bumbanet magazine ::: music sports and urbanstyle ::: www.bumbanet.de


Neu: Bumbanet Relaunch!!!

Releases: Chris Cornell, Art Burt, Queens of the stone age, Common, Olli Banjo, Muhabbet, Dizzee Rascal

Interviews: Dashboard Confessional, Dog eat Dog, Ash, Lexy & K-Paul

Special: Rheinkultur, Splash, Rihanna, Juicy Beats

Live: Justin Timberlake, Mad Caddies, Reel Big Fish, Maxïmo Park

Sports: BMXMasters, Extreme Playgrounds, Wave Tour

 

 


Bumbanet Music - Sports - Urbanstyle - Community
Blog - Impressum - Contact
Copyright© 1998 - 2007 Bumbanet

Ranking-Hits