Brett Anderson – Brett Anderson
V2 Records VÖ 23.03.2007
Mit Suede hat Brett Anderson ja damals Anfang der 90er Jahre Musikgeschichte geschrieben und einen wichtigen Teil zur aufkommenden Britpop-Manie in Großbritannien beigetragen. Nun gut, irgendwann löste sich die Band auf und Anderson machte mit The Tears weiter. Diese Geschichte war aber nur von kurzer Dauer und konsequenterweise folgt jetzt das erste Soloalbum. Musikalisch, und das ist eigentlich keine größere Überraschung, gibt es hier viele Parallelen zu Suede, die größte davon die nölige und wirklich etwas gewöhnungsbedürftige Stimme Andersons. Mochte man Suede damals schon nicht, braucht man hier erst gar nicht reinzuhören. Mochte man allerdings Suede und Andersons Stimme, dann wird man auch sein Solo-Projekt mögen. Die mit Streichern unterlegte und oft ins balladeske abtreibende Popmusik klingt gefällig, bisweilen sogar etwas mehr, leider stechen aber nur wenige Songs wirklich positiv heraus. Als Hintergrundmusik ist das Album aber trotzdem schön anzuhören. Ob das jedoch Andersons Anspruch sein sollte, muss bezweifelt werden. Wertung 6/10.