Bombee+ (Plus) - Beachboys Back From Anchorage Sweet Home Records VÖ: 04.05.2007
Manche Bands brauchen eine bestimmte Umgebung als Inspirationsquelle für ihre Musik: Bei “Bombee +” ist es eine Winterlandschaft. So hat sich das Trio um de Flandre, Roeder und der Kaiser in die verschneiten Berge ihrer Heimat zurückgezogen, und in “Piets House” innerhalb nur einer Woche ihr Debüt mit dem etwas sperrigen Titel “Beachboys back from Anchorage” aufgenommen. Nur mit Akustikgitarre und dem Cajon (einem Instrument mit schlagzeugähnlichen Klang) ausgestattet, kreierte die Band einen düsteren, mystischen Sound. Die Kälte und Stille der Winterlandschaft findet sich auch auf den Songs wieder: Der Sound ist roh gehalten, akustisch und monoton, der Gesang mal schnodderig, mal unangepasst. So wird auf “Beach Boys” nur geflüstert anstatt gesungen, was das Lied noch geheimnisvoller erscheinen lässt. Richtig merkwürdig wird es dann auf “Piets House” mit seinen crazy Soundspielereien. Das Instrumental beginnt mit seltsamen, undefinierbaren Geräuschen, die wie ein zu laut eingestellter Kühlschrank klingen, hinzu kommt Elektronikgedaddel. Nicht wirklich überzeugend. Ganz anders der Ohrwurm “Flames in devils Eyes”: Hier zeigt sich, dass die Band dann doch ein Gespür für Melodien und Kompositionen hat. Wer sich ein Stück Lagerfeuerromantik zu sich nach Hause holen will, ist mit dieser Platte bestens bedient. Wertung 6/10.