Bobby Valentino aus Atlanta hatte sich direkt mit seinem ersten Album „Disturbing tha Peace Presents: Bobby Valentino“ als feste Größe im R’n’B etabliert. Zwei Jahre später muss der Sänger mit Universitätsabschluss erstmal beweisen, dass er mit „Special Occasion“ an diesen Erfolg anknüpfen kann. Zur Unterstützung hat er sich Timbaland mit ins Boot geholt, der unter anderem die Single „Anonymous“ produzierte, die allerdings hinter dem Erfolg von Valentinos erstem Hit „Slow Down“ deutlich zurückblieb. Die meisten Stücke des Album sind ruhig und relaxt ausgefallen: Bobby Valentino verzichtet auf große Gesten, und lässt dafür seiner sanften Stimme freien Lauf. Zeit zu schmachten und von der großen Liebe zu träumen, aber weniger was für den Club. Auch die Features, Ludacris auf „Rearview (Ridin’)“ und Fabolous auf „Let Him Go“ bringen kaum mehr Tempo in das Album. Wer an „Special Occasion“ den Anspruch stellt, eine Scheibe für besondere Anlässe zu sein, wird keinesfalls enttäuscht. Allerdings fehlt es den 16 gut produzierten Tracks an Dynamik. Zu statisch verharrt Bobby Valentino auf seiner eingeschlagenen Linie. Unterm Strich ist das zu wenig, um den Erfolg des Debüts zu toppen. Seine Qualitäten besitzt „Special Occasion“ allerdings. Wertung 7/10.