Das Album von Jacques Bruna aka Bleubird beginnt mit punkigem Gehämmere und Gebrüll. Das sollte aber kein Maßstab sein, denn Bleubird ist ein in Kanada lebender us-amerikanischer HipHop-Künstler. Mit seinem Heimatland scheint er nicht allzu gut zu stehen wie der Titel seines Albums ankündigt. Es ist nicht sein Erstes, seit 2002 droppt Bleubird regelmäßig neue Scheiben im Underground. Im Mainstream wird er mit seinen experimentellen Arrangements auch nicht landen, zu chaotisch klingt „Rip USA“. Bleubird rappt sich, manchmal schleppend, durch verschiedene Klanglandschaften, die hin und wieder von kräftigen Beats angetrieben werden, oft aber in elektronische Experimente eingebunden sind. Bleubird selbst wird es um seine politisch motivierten Texte gehen, die er auf den 17 Tracks mit Nachdruck vorträgt – wenn auch eher in subversiver Art. Wer bislang noch keine Platten von Bleubird gehört hat, sollte erstmal mit Vorsicht an „Rip USA“ herangehen. Zu speziell ist der Style des Rappers. Wertung 6/10.