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Black Dillinger - Live and Learn
Mkzwo-Records / Rough Trade VÖ: 13.4.2007

Black Dillinger konnte während seinem musikalischen Werdegang bereits mit einigen Künstlern wie Martin Jondo oder Uwe Banton zusammenarbeiten und nahm Songs auf dem "King Orle Riddim" sowie auf dem "Lobebird Riddim" auf. Der Südafrikaner schafft es von Anfang an mit seinem Debütalbum „Live an Learn“ zu überzeugen. Er singt vom Ghetto, von Wünschen, Erfahrungen und Hoffnungen. Seine Musik wirkt kein bisschen gekünstelt oder aufgesetzt, denn er selbst kann seine Musik stilecht verkörpern. Er wuchs in einem Kapstädter Ghetto auf und nimmt den Hörer mit auf eine Reise durch sein Leben. Zum Auftakt hört man eine Liebeserklärung an sein Land, Afrika. Er prangert die Ungerechtigkeit an und appelliert an die Nächstenliebe. Er bekundet seine Liebe und seinen Glauben an Gott und an eine besser Zukunft. Seine Texte sind insgesamt gehaltvoll und bleiben nicht auf der Oberfläche. Es ist schwer ein besonders gutes Lied herauszufiltern, denn fast alle Lieder bewegen sich auf dem gleichen hohen Niveau. Seine stimmliche Präsenz und beschert einige hitverdächtige Titel. Einzige Ausnahme wäre der fünfte Track „My Girl“, der etwas zu gequält rüberkommt. Ansonsten ist dieses Album ein echt Tipp für den anstehend Sommer. Wertung 8/10.

Autor:
Alina Rodenkirchen


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Aufgewachsen im Gugulethu Ghetto (Kapstadt), reiste der Sänger Black Dillinger vor eineinhalb Jahren zum ersten Mal nach Berlin, wo er Ganjaman und Ronny Heinze von MK ZWO Records kennen lernte. Dieser Kontakt entwickelte sich zu einer regen Zusammenarbeit, die mit diesem Album ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht hat. „Live And Learn“ startet mit der Vokal-Einlage „Mama Africa“. Bei „Do Good“ kommen dann noch Percussions und eine Akustik-Klampfe hinzu. Erst beim dritten Track, „Cyaan Run Away“, wird Black Dillingers Stimme durch einen „herkömmlichen“ Reggae-Riddim gestützt. Dieser gezogene Spannungsbogen bringt auf jeden Fall einige Pluspunkte. „Blessed Be“ ist ganz klar der Hit des Albums, aber auch „Sinking Sand“ und „Hypocrites“ auf dem leicht veränderten „October“-Riddim gehen gut ins Ohr. Das schnulzig-schräge „My Girl“, ausgestattet mit einem belanglosem Refrain, hätte man sich allerdings verkneifen können. Bei „Dem A Wonder“, „Jah Jah Love“ und „Better Days“ reitet der 24jährige Dancehall-Riddims, ansonsten ist „Live And Learn“ ein durchgehend melodiöses Modern-Roots-Album geworden. Features von Rebellion The Recaller, Jah Meek und Vido Jelashe runden das Ganze entsprechend ab.

Autor:
Paul Schlagk


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