B.D.M.V. - Volume Einz
Unterdrukk Music VÖ: 20.08.2007
Hinter dem Namen B.D.M.V. verstecken sich Sprachtot und Dmc. Beide Rapper kommen aus einem Schlag, heißt beide haben zu den gleichen Themen was zu sagen. Also herrschten hier beste Voraussetzungen für ein gemeinsames Album. Gewohnt harte und realitätsnahe Geschichten, wie man sie von Sprachtot kennt, kann man hier wieder finden. Zusätzlich wurde hier eine extrem gute Wahl an Beats getroffen, so das alles aufeinander passt und jeder Spruch noch härter auf den Beat kommt. Dass hier die Provokation nicht zu kurz kommt, wird jedem klar sein. So geht's mit "Ich hör bei euch nur "Let´s go!"- Scheiß auf Rap macht doch Techno" provokant los. Sprachtot ist definitiv ein Straßenjunge und wenn man das Ding hört, kann man sich bildlich vorstellen wie er mit Dmc auf dieser rumhängt. Aber auch Party machen die beiden - am liebsten wohl "Sandwich Party". Beide arrogant, mit schallenden Sprüchen gerüstet. "Der erste Schwarze der alle Neger hasst" und wenn man dieses Album hört, wird einem klar, dass es heutzutage nicht mehr reicht einen harten Blick zu haben. Wenn man den Mund so weit aufreißt, muss auch was dahinter stecken. Dmc überzeugt mich zu 100 Prozent auf "Hure an der Hand", natürlich darf man dies hier nicht alles mit ernster Miene hören - jedoch ist Deutschland für manche Sprüche einfach zu unlustig. Doch ernster geht's auch, so erzählen die beiden von einer Schlägerei auf "Körperverletzung" und da wo die Jungs herkommen, wird halt nicht die Polizei gerufen. Hier kann man selbst mit Problemen umgehen, was für viele nach übertrieben harten Geschichten klingt, zeigt einfach nur was auf den Seitenstraßen abgeht. Auf genau diesen Straßen sind die Ohren größer als anderswo, so entstehen Storys schneller als Lauffeuer : "G.A.D.N.". Genau hier gehen Drogen rum, und dies bleibt auch in Deutschland für viele die einzige Möglichkeit zu überleben. Man kann sicher gehen, dass dies wirklich hier passiert und nicht einfach hart daher gerappt ist. So wird man mit der Zeit abgehärtet und das einzige was man den Menschen am Abgrund wüschen kann, ist ein Schritt nach vorn. Es beleibt einem oftmals nicht die Wahl, so ist die Art die Aggressionen in Musik zu verpacken ein künstlerisches Highlight. Herzlichen Glückwunsch, dies ist das Bestes dieses Jahr auf dem Markt. Wertung 9/10.