Astpai gehören neben Rentokill zu den profiliertesten Hardcore/Punk-Bands aus Österreich, und sind nicht nur deshalb im gleichen Bandkollektiv aktiv. Nach „Feeling Safe In Programmed Channels“, das erst im letzten Jahr veröffentlicht wurde, erscheint jetzt das zweite Album der Band aus Wiener Neustadt, dem größten Industrieviertel Österreichs 50 Kilometer vor Wien. Aggressiv, rau und sperrig präsentieren sich die zwölf neuen Songs, die in ihren bis auf eine Ausnahme englischen Texten gesellschaftskritische Themen offensiv ansprechen. Astpai nehmen vom ersten Takt an Fahrt und Geschwindigkeit auf, verzichten auf allzu eingängige Melodien, und lassen dagegen den brachialen Mix auf krachenden Gitarren, trockenen Drums und präsenten Shoutings sprechen. Darunter leider nur ein wenig die Abwechslung, da die erste Hälfte des Albums recht gleichförmig klingt, und erst mit den Songs „Hard To Manage Broken Windows“ (mit Andropov von 7 years bad luck) und „Obsessions Kills“ etwas Varianz in Songmuster und Sound kommt. Trotzdem sind die 30 Minuten von „Corruption Concealed (Under Deceptive Slogans)“ recht kurzweilig, intensiv und packend. Gemastert wurde das Album übrigens von Alan Douches (Strike Anywhere, None More Black, Give Up The Ghost) in New York. Wertung 8/10.