Mit ihrer neuen CD „Sonic diary“ wollen Apoptygma verstärkt auf ihre Wurzeln bzw. die Einflüsse ihrer Musik aufmerksam machen, die mit Bands wie „Blondie“, „Depeche mode“, „Kim Wilde“ oder „Duran Duran“ mehr im 80er New Wave und Synthie-Pop anzusiedeln sind. Es handelt sich deshalb auch um ein reines Cover-Album, auf dem bereits zu Klassikern gewordene Stücke drauf sind, deren Arrangements den typischen schon fast industrial-angehauchten Apoptygma-Sound haben. Das Album ist sowohl als herkömmliche CD wie auch als Doppel-CD mit weiteren 9 Cover-Versionen in special remixes erhältlich. Zumindest die drei Stücke „Bend and break“, „The damned don’t cry“ und „Bizarre love triangle“ erweisen sich als neues Material. Vor allem wird noch einmal die gerade erst auf der letzten Scheibe „You and me against the world“ erschienene Single „Cambodia“ gepusht. Das Spektrum der Stile umfasst aber schließlich sowohl eine Version des Kraftwerk-Hits „Ohm sweet ohm“, die ihrerseits eher als Vorreiter der Techno-Welle zu bezeichnen sind bis hin zu der außergewöhnlichen Interpretation der 84er Metallica-Ballade „Fade to black“. In dem Zusammenhang ist dann noch als Bonbon der Hidden Track „Nothing else matters“ zu nennen, der überraschend das Album abschließt. Trotzdem: Irgendwie weder Fisch noch Fleisch, aber altbewährt. Wertung 7/10.