Antimatter - Leaving Eden
Prophecy / Soulfood VÖ: 13.04.20077
Duncan Patterson ist ausgestiegen. Mick Moss macht trotzdem weiter. Auf dem vierten Album hat er den Anathema-Gitarristen Danny Cavanagh als Studiogast. Mick Moss hat eine Superstimme, eine Mischung aus Chris Cornell und Gavin Rossdale. Beim ersten Titel „Redemption“ denkt man an eine alte große Band. Nämlich an Pink Floyd. Bei „Another Face In A Window“ denkt man wieder an eine große alte Band. Nämlich an Pink Floyd. Bei „The Freak Show“ fängt man langsam an zu glauben, dass „Leaving Eden“ ein Pink Floyd-Album ist. Melancholisch, depressiv. Beeindruckende Gitarrensolos. Aber wenn eine Platte so stark an eine andere Band erinnert, fehlt es ihr anscheinend an etwas sehr Wichtigem, nämlich an Originalität. Selbst die Geigen und die akustischen Gitarren und all die anderen schönen Instrumente können nichts daran ändern. Sie tun alle ihr Bestes, aber die erzeugten Melodien schaffen es nicht, den Hörer zu faszinieren. „Ghosts“ ist ein angenehmes Lied, sogar fast ein schönes, klar ein deprimierendes wie der Rest der Platte. Wenn es echt so deprimierend und traurig gewesen sein sollte, den Garten „Eden“ zu verlassen, dann sollte man großes Mitleid für Eva und Adam haben. Wertung 6/10.