Anaïs Mitchell – The Brightness
Righteous Babe Records / Indigo VÖ 20.04.2007
Was gibt es schöneres als eine schöne, zärtliche Frauenstimme? Und wenn sie dann noch so behutsam mit Gitarre untermalt ist? Genau dieses Angebot macht uns Anaïs Mitchell mit ihrem neuen Album „The Brightness“ – auch wenn man dem Album erstmal eine Eingewöhnungszeit zugestehen muss, denn die hohe Stimme Mitchells sorgt anfangs für leichte Irritationen. Aber das ist ja auch im richtigen Leben oft so. Und danach ist es meist umso schöner, wo wir wieder bei „The Brightness“ wären. Elf mal können wir die junge Folk Songwriterin auf der ruhigen, sparsamen und einfühlsamen Reise an die unterschiedlichsten Orte ihres imaginierten Amerikas begleiten – in das urtümliche, hinterwäldlerischere und wildwüchsige Virginia wie bei „Shenandoah“, dem stärksten Song des Albums, in das trockene Wüstenklima New Mexikos wie bei „Santa Fe“, oder in einen durch die Abendszenerie fahrenden Güterzug wie bei „hobo´s lullaby“. Dann zieht sie alleine ohne uns weiter. Alles was sie hinterlässt sind die elf Songs von „The Brightness“, die einen hell erstrahlt anleuchten. Aber das ist schon eine ganze Menge. Wertung 8/10.