Legt man das gleichnamige Album von „Aeon Spoke“ auf, wird man entführt in eine Klangwelt, die zugleich düster, hell, schwer, leicht, bedrohlich und freundlich zugleich ist. Die Band versteht es mit einfachen Mitteln eine unheimlich Dichte Atmosphäre in ihren Songs zu entwickeln. Bereits der Opener „Cavalry Of Woe“ verleitet zum träumen. Dabei kann die Band insbesondere den Classic Folk Einfluss auf ihre Songs nicht erwehren. Neben bewehrten Mitteln, wie Synthesizern, bedient sich die Band, um eine sphärische Stimmung zu schaffen, immer wieder ungewöhnlichen Mitteln. So werden „The Fisher Tale“ und die zweite Single „Pablo At The Park“ mit einem Erzähler (bei Pablo At The Park mit einer Anrufbeantworteransage) begonnen. Sänger und Songwriter Paul Masvidal hat sich durch seine Arbeit mit todkranken Menschen zu den Texten inspirieren lassen. In einem Interview mit dem Label erklärt er: „Bei meiner Arbeit mit Sterbenden fand ich heraus, was wirklich wichtig im Leben ist.” Masvidal weiter: „Die Texte auf dem Album ergründen die Tiefe der seelischen Isolation, die das menschliche Dasein mit sich bringt“. Beim hören fällt diese Tiefsinnigkeit der Texte sehr deutlich auf. Masvidals herrlich melancholische und weiche Stimme tut ihr Übriges hinzu um das Erlebnis „Aeon Spoke“ abzurunden. „Aeon Spoke“ ist ein sehr starkes Album, das aber hin und wieder doch ein paar längen beinhaltet. Die erste Single „Emanuel“ oder das am Anfang recht schleppende „Nothing“ sind ein Paar der wenigen Schwächen des Albums. Wertung 8/10.