Absynthe Minded - There Is Nothing
Universal VÖ: 29.05.2007
Newcomer sind Absynthe Minded nicht mehr. In ihrer Heimat Belgien haben sie schon ganz schön viele Alben verkauft. Deshalb passt auch der Stempel Indie-Pop nicht mehr ganz für das neue, dritte Album „There Is Nothing“, auch wenn die 13 Songs sicherlich dem Indie entspringen. Die Stärke des Quintetts ist es vor allem große Melodien hervorzuzaubern, die von einem leicht melancholisch-lethargisch wirkenden Musikgerüst begleitet werden. Der Opener „Plane Song“ ist so zu einem wirklich starken Track geworden. Doch Konstanz scheint nicht die Stärke von Absynthe Minded zu sein, denn schon direkt danach schwenken sie auf „Ask Me Anything“ auf Jazz um, und wechseln wild zwischen verschiedenen Stilen hin und her. Das ist gewagt und auch nicht wirklich überzeugend. Immerhin zeigt die Band um Sänger Bert Ostyn im Verlauf des Albums auch noch ihre ruhigen Seiten und verköstigt mit solide inszenierten Pop-Hymnen. Wie anfangs erwähnt besitzen die Belgier den richtigen Riecher für Melodien, nur die Songs darum wollen nicht immer passen. Unterm Strich hat „There Is Nothing“ zweifelsohne die Qualitäten, die es verdienen, auch über Belgien hinaus bekannt zu werden. Absynthe Minded sind eine sympathische Band, der es mit ihrem dritten Album lediglich nicht gelungen ist, sich auf ihre Stärken zu konzentrieren. Weniger wäre hier mehr gewesen. Aber vielleicht fällt die Band auch gerade wegen ihrer musikalischen Unentschlossenheit auf. Wertung 6/10.