Der erste Eindruck: Irgendwie verwirrend. Die Fürther Crossover-Band gibt sich auf ihrem Demo „der Anfang vom Beginn“ experimentierfreudig und überambitioniert, was dazu führt, dass die Platte etwas zusammengewürfelt erscheint. Da werden englische und deutsche Texte kombiniert, harte Gitarrenriffs und sphärische Klänge wechseln sich ab, es finden sich Metal- Einlagen in Verbindung mit DJ-Scratches. Es gibt einige Instrumentals und auf „2:02“ hört man nur Donnergrollen. Schon die ausgefallenen Songtitel machen etwas stutzig: Das erste Lied wurde nach dem mathematischen Zeichen für minus unendlich benannt, die drei Songtitel „1:01“, 2:02“, „3:03“ erinneren an die Abspielzeit von einzelnen Liedern. Die Band scheint sehr darum bemüht zu sein, besonders originell zu wirken. Zu dem ganzen Wildwuchs passt der unkonventionelle Gesang: Mark Dörner heult bei „euer Wesen“, nuschelt auf „wise lies“ oder röhrt bei „1:01“. Trotz – oder gerade wegen - der Wirrungen finden sich auf dem Demo gute Songs, die interessant arrangiert sind. So fängt beispielsweise „wise lies“ luftig und sanft an, bis die Stimmung ins Aggressive umschlägt. Insgesamt lässt sich sagen, dass gegen Experimente eigentlich nichts einzuwenden ist, nur hätte man sich in diesem Fall eine etwas klarere Linie gewünscht. Wertung 7/10.