Spax
ist schon seit Ewigkeiten dabei, machte sich vor allem einen Namen
durch seine Liveauftritte und inhaltsreiche Freistil Kunst, und
wartet jetzt irgendwie als Konsequenz mit dem Album "Alles Relativ"
auf. Spax hat sich nie versucht in den Vordergrund zu drängen und
nie versucht die HipHop Szene zu definieren, war aber trotzdem immer
präsent, reflektierend und hat seinen eigenen Style gebracht. Und
genauso definiert sich jetzt auch sein Album, auf dem natürlich
DJ Mirko Machine für die Cuts sorgt. Alles relativ ist hier die
Devise und der Schwerpunkt liegt hier eindeutig auf den Lyrics und
Raps. Beatmässig bleibts da eher in der True School Richtung, viel
Scratches, der Sound ist relativ dünn und jede Menge abwechslungsreiche
Samples werden eingesetzt. So wird auf den 20 Tracks alles mögliche
angeschnitten, ohne dass ein kompaktes Konzept verfehlt wird. Schwach
ausgefallen ist da nur die Single mit den Massiven Tönen "Optik",
die anderen beiden Auskopplungen "24/365" und "Du hast den Style"
sind da eher stärker ausgefallen. Auch die anderen Tracks mit Features
können überzeugen, "Waffenbrüder" mit Afrob, "Supreme Superior"
mit David Pe und "Regen" mit mb1000. Insgesamt werden hier eher
die nachdenklichen Seiten angeschnitten, aber auch Live Burner wie
"Es ist so" fehlen nicht, oder Songs die sich mit dem Internet Biz
auseinandersetzen "www.overloadexplorer.de". Somit ist es Spax gelungen
auf Albumlänge eine gesunde Mischung unterzubringen, die aber teilweise
etwas langatmig geraten ist und etwas gestrafft hätte werden können.
8/10 Points.
Kiara Danewra
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