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Sona Fariq - Sona Fariq
WEA Records VÖ: September 00

Die Historie dieser Band nahm im Mai 1997 ihren Anfang, als Michael Frankel (vocals) und Dom Bouffard (vocals + guitar) einige ihrer damals noch nicht allzu gut bezahlten Zeit einen ganzen Sommer lang einem four-tracker widmeten. Im darauf folgenden Herbst komplettierten sie mit Arbrar Hafiz (bass) und Wasif Husain (drums) ihre Formation Sona Fariq. Der Erfolg ließ dann nach etwa 80 Livekonzerten und einer support-tour für die Henry Rollins Band nicht lange auf sich warten. Doch so kurz und schmerzlos wie dieser Werdegang sich wohl anhört war er bei weitem nicht, immerhin rang die Musikpresse im UK verzweifelt um Beistand, da kaum einem der Journalisten eigentlich klar war, wie man Sona Fariq musikalisch rubrizieren könnte. Dies läßt sich wohl damit erklären, daß die musikalischen Stilrichtungen die diese Band präsentiert mindestens ebenso bunt gemischt sind, wie die Nationalitäten ihrer Mitglieder. Melodischer und leicht trockener Gitarrensound, welcher mich zunächst an eher poppige Künstler wie Lenny Kravitz erinnerte mischt sich hier mit Jungle breakbeats und Funk Rhythmen. Shoutings und Gesang wechseln willkürlich und geben mit den Rapeinlagen eine insgesamt recht tanzbare kleine Privatparty auf dem Tonträger. Die Texte bedienen sich ebenfalls eines weitgefächerten Themenspektrums und reichen von selbstkritischer Reflexion bis hin zur simplen Anmache "hey chica, where do ya come from ?". Der obligatorische parental advisory Sticker ist da nur noch schmückendes Beiwerk. Abschließend ist also zu sagen, daß diese Platte nach vorne geht, äußerst tanzbar daher kommt und eine willkommene Abwechslung zur üblichen Vollauffezwölf-Indiemusik bietet. Trotzdem hat man am Schluß das seltsame Gefühl es alles irgendwo schon einmal gehört zu haben...spiritual genre dejavu: Sona Fariq. Persönlicher Anspieltip: Do not return Wertung: Nach ein paar Runden mittels der repeat- Taste: Satte 7/10 Points.
Karsten Schulz

 


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