Rodney
Kendrick - No Dress Code
Polydor/Universal
Jazz VÖ: 11.09.00
Rodney
Kendrick dürfte hierzulande noch unbekannt sein, in den Staaten
hat der 1960 in Philadelphia geborene Musiker aber vor allem als
Jazz-Pianist bereits einen festen Namen. Aber auch alle die nicht
in der Welt des Soul beheimatet sind werden mit seinem neuen und
ersten Album "No Dress Code" etwas anfangen können. Denn der Name
ist hier Programm, von Hardcore Rap über R'n'B und Soul bis Jazz
ist hier alles vertreten. Dafür spricht auch die Gästeliste. Die
Sängerinnen Vanessa Rubin und Cassandra Wilson aus der Jazz und
Soul Richtung sorgen für die ruhigeren Klänge unter den 15 Songs
des Albums, während die Rap Elite der Staaten vertreten durch Prodigal
Sun, Fat Joe und Killah Priest, um nur einige zu nennen, für das
entsprechende Gegengewicht sorgt. Nicht zu vergessen GZA, der den
Opener "Rapability" zusammen mit Killah Priest gleichzeitig zum
besten Track des Albums macht, der sich durch eine unglaubliche
Mischung von Hardcore Rap und Jazz verbunden mit einem genialen,
deepen Beat auszeichnet. Aber auch der Rest der Platte fällt durchaus
nicht ab und bereitet mit jedem Song einen Wechsel von HipHop zu
R'n'B. Sicherlich wird das hier nicht jedermanns Geschmack treffen,
aber grundsätzlich wäre es an der Zeit, dass auch die einheimische
HipHop Szene gegenüber R'n'B offener wird. Aber jeder der ein bißchen
Offenheit zeigt sollte mit "No Dress Code" sein perfektes Album
finden, welches aber sicherlich neben der genialen Kompositionen,
auch Schwächen in einem vielleicht nicht konsequent durchgezogenen
Konzept hat, bzw. in einem fehlenden roten Faden. 8/10 Points.
Kiara Danewra
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