Mit
ihrer Single "Last Resort" landeten die vier Amis in den Staaten
bereits einen großen Club Hit, und nun kommen wir auch hier in den
Genuss des Major Debüts. Wer aber denkt, dass es sich bei Papa Roach
um eine dieser neu aufstrebenden NewRock Bands handelt, liegt falsch.
Gegründet haben sich Coby Dick (Shoutings), Jerry Horton (Gitarre),
Tobin Esperance (Bass) und Dave Bruckner (Drums) bereits 1993 in
Californien und veröffentlichen bisher bereits vier Tonträger und
spielten jede Menge Gigs, u.a. mit Kid Rock und Incubus. Wer sich
jetzt das Album reinzieht wird schnell bemerken, dass es sich bei
der Single "Last Resort" nicht um eine Eintagsfliege handelt, sondern
P-Roach auf gesamter Albumlänge ein enormes Niveau vorlegen. Nicht
nur die ersten Songs wie "Broken Home" haben hervorragende Hitqualitäten,
sondern die Linie setzt sich konsequent weiter und zeigt nur bei
einigen Songs leichte Schwächen. Musikalisch geht der von Jay Baumgardner
(u.a. System of a Down) produzierte Sound etwas in die Richtung
der Deftones oder Incubus, wobei Frontman Coby zeigt, dass er nicht
nur ein gewaltiges Gesangspotential hat, sondern auch immer punktgenau
mit rapartigen Shoutings einsetzt. Im hinteren Teil kommen dann
auch durchaus ruhigere Stücke und der reggae-lastige Hidden Track
vor. Und so bieten P-Roach auf 45 Minuten eine perfekte Platte,
an der es kaum etwas zu kritisieren gibt, und die trotz des Club
Faktors jederzeit persönlich und einfühlsam bleibt. 8/10 Points.
Steven Giger
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