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Morcheeba
legen mit "Fragments Of Freedom" bereits ihr drittes Album
vor und sind für mich spätestens seit dem Letzten Kult,
aber der Durchbruch scheint, im Bezug auf die Chartspositionen,
erst jetzt geschafft. Verwunderlich ist das nicht direkt, den Morcheeba
haben sich musikalisch ziemlich gewandelt, was allen anderen, die
die Vorgänger von "Fragments of Freedom" nicht kennen,
unbekannt sein dürfte. Statt die perfekte und trendige Pop-Platte
zu liefern, bekam man von Morcheeba auf deren ersten Album noch
deepen TripHop geliefert, den besten und deepsten den es meiner
Meinung jemals gab. Und damit dürfte jetzt auch jedem mein
Urteil über "Fragments Of Freedom" bekannt sein.
Morcheeba sind nicht mehr die, die sie einmal waren. Was aber nicht
sagen soll, dass ihr neues Album nicht gut ist. Im Gegenteil, es
ist sogar hervorragend, sofern man sich eine poppige Scheibe wünscht.
Der Tiefgang ist verloren gegangen, die Instrumentierung ist oberflächlicher,
der Rhythmus schneller und neben einigen wirklich noch anspruchsvollen
Songs mischt sich dann ein Zeug wie "in the hands of the gods"
mit Biz Markie, das auf Rap zu machen versucht. Trotzdem will ich
hier nicht sagen, dass ich mit gut gemachtem Pop nichts anfangen
kann, und sicherlich ist diese Platte nicht zu Unrecht so schnell
in die Charts geschossen, aber eben von Morcheeba will ich diese
Platte nicht, weil Morcheeba mal was anderes waren, und was besseres
gemacht haben, und deshalb muss ich "Fragments Of Freedom"
auch eine niedrigere Wertung geben, als objektiv angemessen wäre.
6/10 Points.
Tatjana Halstenberg
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