Als
(hed)pe 1997 mit ihrem ersten Album kamen, steckten sie mitten in
der boomenden Bewegung zwischen Limp Bizkit, Deftones und Korn.
Seitdem ist einige Zeit vergangen, und (hed)pe war die einzige Band,
um die es richtig still wurde, und die man wahrscheinlich fast vergessen
hätte, stände jetzt nicht plötzlich der Nachfolger "Broke" in den
Läden. Beim hören des neuen Album fällt direkt auf, dass die Zeit
nicht spurlos an der Band vorübergegangen ist. Waren das Debüt noch
recht zerfahren und schwierig zu erfassen, so geht es jetzt wesentlich
grooveorientierter und eingängiger zur Sache, womit auch gleichzeitig
die HipHop Elemente mehr Gewicht bekommen haben. Auf den beiden
ersten Songs geht es jedoch erstmal wie gewohnt, krachend und explodierend
zu Werke, und der Groove erinnert an Incubus oder System of a down,
deren Sänger Serj Tankian auf "Feel Good" zusammen mit Morgan Lander
von Kittie vertreten ist. Dieser Song erinnert mit seinem eingestreuten
HipHop Beat auch in erster Linie an alte Werke der 6-köpfigen Gruppe.
Im weiteren Verlauf öffnet sich das Album dann immer mehr in Richtung
Funk, Beats und Rap, ohne den Zusammenhang zu verlieren. Und positiv
fällt auf, dass im Vergleich zum Vorgänger weitaus weniger schwache
Songs dabei sind und das Album sein Niveau halten kann und bis zum
Ende genug Spannung bereit hält. (hed)pe haben wohl die extremste
Ausprägung von Crossover geschaffen. 8/10 Points.
Rob Labas
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