Die
Donots gehörten bislang zu meinen Favoriten was deutschen Punkrock
angeht. Die fünf Jungs starteten bereits 1994 mit ihrem Konzert
und hoben sich seitdem von der deutschen Liga und den zugehörigen
Punk Klischees ab. Der weitere Weg zeichnete sich dann mit der EP
"Whatever Happened To The 80s" und dem entsprechenden Charts-Entry
ab. Soweit so gut, aber einige Songs der EP, drei Stück sind auch
auf dem Album enthalten, machten schon einen Eindruck vom neuen
Material. Und dieser Eindruck wird mit "Pocketrock" voll und ganz
bestätigt. Die Donots verlieren ihr Profil, passen sich an und rutschen
in den deutschen Alternative Sumpf ab. Vorbei der Traum, mit den
Donots mal eine erfolgreiche deutsche Punkrock Band mit Profil zu
haben. Und diesen Vorwurf mache ich den Jungs bestimmt nicht wegen
der fehlenden Härte auf dem neuen Album. Denn die Aggressivität
der Live-Shows wurde hier nicht rübergebracht, und statt dessen
entstanden poppig-rockige Rock Songs, wie sie derzeit unzählige
Bands schreiben. Pocketrock ist sicherlich ein gutes Album, einwandfrei
produziert und mit netten Ideen, aber auch einwandfrei glatt und
ohne Gesicht. Eine neue Band ist geboren, aber der Punkrock ist
um eine ärmer. Und das fällt mehr ins Gewicht. Und langfristig werden
sich die Donots so wohl nicht halten, da muss schon einiges passieren.
6/10 Points.
Kiara Danewra
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