Auf
der Newrock Welle schwimmen derzeit unendliche viele Bands, auf
einmal sieht man sich einer Flut von Releases gegenübergestellt.
Viel davon geht im Durchschnitt der Masse unter, trotzdem ist auch
immer wieder eine der besseren Bands dabei, so Disturbed. "The Sickness"
kann durch seine Vielseitigkeit und auch durch sein eigenes Bewußtsein
überzeugen, auch wenn Disturbed grundsätzlich nichts neues bieten.
Sänger David Draiman ist mit Sicherheit nicht unwesentlich daran
beteiligt, dass sich auf den 12 Tracks kräftig rockende Tanzflächenfüller
wie die Single "Stupify" befinden. Aber auch die melodiöse Umsetzung
und Abwechslung innerhalb der Songs sorgt dafür, dass genug Spannung
aufgebaut wird. Vielseitige Rhythmen statt stur runtergespielter
Gitarrenwände. So würde ich Disturbed irgendwo zwischen Sevendust
und Pitchshifter einordnen. Disturbed ist das richtige für alle,
die neuen Metal nicht ganz so mainstreamig wie Papa Roach oder Limp
Bizkit wollen. Nur gute Nummern finden sich aber auch nicht auf
dem Album, so haben sich auch Langweiler wie "Fear" eingeschlichen.
Trotzdem gehören Disturbed zu den Bands, die sich durchsetzen werden
und auch ein Album mit genug Substanz abgeliefert haben. Wichtig
ist, dass ihre eigene Identität zum Ausdruck kommt, und das macht
es auch so lohnenswert, das Album zu hören. Rating 7/10 Points.
Steven Giger
bumbanet magazine ::: music sports and urbanstyle ::: www.bumbanet.de