Nach
bereits nicht wenig erfolgreichen Alben (auf jeden Fall dem zweiten
"Around the fur") holen die Deftones wieder aus und präsentieren
zum ersten Mal ein Album direkt von Anfang an in der Mainstream
Öffentlichkeit. Und auf einmal scheint alle Welt auf die Deftones
zu gucken. Und keiner weiß wieso, und am wenigsten sie selbst, war
das letzte Album "Around the fur" anfangs doch noch ein Geheimtip
und die Tour ging durch kleine Clubs. Aber nun hat sich einiges
geändert, und auch musikalisch. Das Rohe und der Spirit des Anfangs
sind gewichen, zugunsten von Nirvana Generation kompatiblen Alternative
Sound. Und auf einmal scheinen alle die Deftones zu lieben. Aber
auch zugegeben, nicht zu unrecht. Keine Band darf stehen bleiben,
und jede Band darf ein hervorragendes Album machen, wie die Deftones
jetzt. Aber ebenfalls sollte auch keine Band zu glatt werden, und
dass ist den Deftones jetzt passiert. Nein wir wollen bestimmt nicht
abstreiten, dass White Poney eine der besten Alternative Platten
ist, und natürlich inhält das Album auch wieder Knaller Songs, und
bei weitem nicht nur die Single "Change (in the house of flies)".
Aber gleichzeitig ist auch alles spezielle von den Deftones gewichen,
was unterscheidet "White Poney" noch von Bands wie Bush? Nicht mehr
viel. Die Deftones haben sich sicherlich nicht ausverkauft, ein
solcher Vorwurf wäre sicherlich auch unfair. Aber die Deftones haben
ihre Persönlichkeit quasi wegentwickelt und sind zu einem Alternative
Produkt geworden. Bleibt nur zu hoffen, dass dieses Album nicht
das letzte war, was man fast befürchten muss. Eine weitere Entwicklung
kann hier nur ins Auge gehen. 7/10 Points.
Steven Giger
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