Neulich bei einer Zugfahrt. Die Bahn ist zu spät, die Waggons überfüllt, nur mit Mühe war der letzte Sitzplatz zu sichern. Was für ein nervender Beginn eines Wochenendes. Jetzt schnell eine CD in den Player geschmissen. Zoo Army? Nie gehört. Naja, dann mal los. Der Zug fährt ab. Und der Rock beginnt. Schönen handgemachten Alternative Rock haben sich die Herren auf die Fahnen geschrieben. Eine Darreichungsform des Rock´N´Roll, die sich im Fahrwasser solcher Bands wie Creed, ein wenig Hardline, Alterbridge und Co. bewegt. Und die ein riesig großes Plus verbuchen kann: Zoo Army haben einen Sänger, der sich diese Bezeichnung wirklich verdient - denn er kann richtig singen. Oh, Entschuldigung – den Schaffner habe ich gar nicht gehört. „507“ zieht eben jeden Hörer in den Bann, der melodiebetonten Alternative Rock zu schätzen weiß. Denn Zoo Army glänzen auf ihrem Album durch eine unglaubliche Schaffensbreite: Ob gefühlvolle Balladen, rockige Riffs oder schöne Melodiebögen – die Mischung stimmt. Von ganz laut bis ganz leise - die Scheibe ist ein abwechslungsreiches und spannendes Hörerlebnis. Was, schon am Zielort angekommen? Mensch, ging diese Zugfahrt schnell vorüber. Wobei: Ein Wunder ist das angesichts dieser tollen Platte eigentlich nicht. Wertung 9/10.