Woran denkt ihr bei dem Wort Yakuzi? An eine japanische Reissuppe, eine neue chinesische Megametropole oder eine asiatische Meditationstechnik? Falsch, falsch, falsch. An eine Ska-Band aus Pforzheim? Wohl kaum. Aber richtig. Die sechs Yakuzi-Musiker haben sich typischem Ska verschrieben. Wer sich nun die aktuelle Scheibe „One To All“ zu Gemüte führt, der wird sich auch gleich an die Großen des Genres erinnert fühlen. Yakuzi sind so etwas wie die deutsche Antwort auf die Mad Caddies oder NOFX. Wobei diese Beschreibung den Pforzheimern nicht ganz gerecht wird. Insbesondere in ruhigeren Momenten (wie im fantastischen „Tango Muerte“) spielen die Herren eine ganz eigene Mischung, die sich vielleicht noch am ehesten mit den Franzosen von Babylon Circus vergleichen lässt. Wie dem auch sei, „One To All“ bietet jedenfalls 14 Songs lang kurzweiligen und mitreißenden Ska. Gekonnt setzen Yakuzi Trompete und Posaune ein und schaffen so ein absolut hörenswertes Ska-Album – auch wenn es zur absoluten Spitze in diesem Genre noch nicht reicht. Wertung 7/10.