Xzibit lehnt sich nach seinen TV-Erfolgen nicht zurück, sondern geht in die Vollen: Er gründete sein eigenes Label Open Bar Entertainment und schiebt auf diesem sein sechstes Album hinterher. Vielleicht auch deshalb unterscheidet sich das neue Werk auch deutlich von seinen Vorgängern „Man vs. Machine" (2002) und „Weapons of mass destruction" (2004). Mr. „Pimp my ride" zeigt sich experimentierfreudig und liefert mit Unterstützung Producer-Unterstützung von Keith Shocklee (Bomb Squad) und Jelly Roll, der auch auf drei Tracks rappt, einen dunklen, eigenwilligen Sound ab. Xzibit hält seine Linie konsequent durch, mit „Full Circle“ wollte er wohl eine neue Version verwirklichen. Bemerkenswert unter den 14 Tracks ist nicht nur die Single „Concentrate“, auf der Mantra-Gesänge untergemischt sind. Auch „Invade My Space“ überrascht mit souligem Flavour, der von pumpenden Beats gefolgt wird. Andere Stücke wie „The Whole World“ setzen dagegen auf den von den alten Alben bekannten, direkten und harten Style. An Gästen hat Xzibit, der „Mr. X to the Z", nicht alles geladen, was er hätte laden können. Trotzdem fehlen Namen wie The Game, Too Short, Kurupt oder T-Pain nicht. „Full Circle“ ist mit Sicherheit eines der interessantesten HipHop-Alben des Jahres. Gleichzeitig wird Xzibit aber auch einige Fans vor den Kopf stoßen. Als sein Meisterwerk wird dieses Album mit Sicherheit nie gelten. Seine Schauspielkarriere hat Xzibit nebenbei nicht vernachlässigt: In Kürze kommt „Gridiron Gang" in die Kinos, in dem er die Hauptrolle besetzt. Wertung 7/10.