Viel haben Wicked Wisdom noch nicht hervorgebracht, aber sie haben auf Einladung von Sharon Osbourne schon beim Ozzfest gespielt. Der Sound der Band um die Schauspielerin (Matrix, Collateral, Scream 2,...), Ehefrau (von Will Smith!) und Sängerin Jada Pinkett Smith ist gewaltig: messerscharfe Slayer-Riffs treffen auf New Metal Bassattacken. Wicked Wisdom haben hier alles andere als ein trendiges oder modernes Album eingespielt, sie klingen wie der Metalbands der 90er, roh ungeschliffen und brachial. Jada gibt sich erst gar keine Mühe, adrett wie eine Frau zu klingen und zu singen, sie schreit heraus, shoutet was das Zeug hält, treibt die Songs an. Die Gitarren klingen knackig und erdig, und bekommen den Platz den sie verdienen, denn ein paar Solis können nicht schaden. Nur bei „Bleed all over me“ weiß man nicht so recht, ob dieses jetzt der Grunge-Welle entspringt, oder aktueller Emocore sein soll. Insgesamt behalten auf den zehn Songs die melodiebetonten Elemente die Überzahl, dieses Debüt ist kein kompromissloses Metalalbum, aber eins das gut und gerne rocken kann wenn es will. Die Bandmitglieder neben Jada sind auch keine Unbekannten, so sitzt zum Beispiel Fishbone Gründungsmitglied Phillip Fisher am Schlagzeug. Wer den Bands der 90er noch ein wenig hinterhertrauert, ist bei Wicked Wisdom richtig. Und zu viel Nostalgie steckt hier auch nicht drin. Wertung 7/10.