„In the Meantime“, das vierte Album der amerikanischen Viva L´American Death Ray Music besitzt irgendwie etwas labyrinthartiges. Ob es an dem enigmatischen Sänger und Gitarristen des Indiepop-Trios, Nicholas Ray, liegt? Ganz verhalten und unschuldig lädt es mit „Pleasure Principle #19“ ein, sich auf die gemeinsame musikalische Reise zu begeben, nur um einen schnell merken zu lassen, dass man eine Weile braucht um sich hier zurechtzufinden. Hat man endlich das Gefühl dass man es tut, stellt man fest, dass es ein Trugschluss war, dass man sich verlaufen hat und keinen Ausweg mehr findet. So, oder ähnlich lässt sich die Wirkung des Albums beschreiben. Ganz verhalten und introspektiv beginnt „In the Meantime“ mit der völlig gelangweilt klingenden Stimme von Sänger Nicholas Ray, die einen monotonen Schlagzeugrhythmus und einen simplen Basslauf dominiert. Erst in den weiteren Songs öffnet sich das Album sukzessive, um schließlich im exstatischen und knapp neunminütigen „Same Suit Different Tie“ zu gipfeln. Alle acht Songs besitzen zwar einerseits eine subtile Traurigkeit und einen sehr nachdenklichen Ton, strotzen aber gleichzeitig vor subversiver Kraft, welche, zusammen mit dem an Lou Reed erinnernden Gesang von Nicholas Ray, es schaffen dem Album einen ganz besonderen Tiefgang zu verleihen. Wertung 7/10.