Vierzueins wohnen in München und sind Homies von Main Concept und Blumentopf. Auch wenn beide Acts das Trio bei ihrem Debütalbum mit Beats und Raps unterstützen, kann das nicht mehr als eine Randnotiz sein. Schließlich haben Vierzueins in der Vergangenheit nicht nur mit einigen weiteren bekannten Namen der deutschen Szene zusammengearbeitet (Denyo, Raptile, DJ Stylewarz, Mr. Schnabel, Moqui Marbles u.a.), sondern nebenbei natürlich an ihrem eigenen Style gefeilt. Durch eine mit Fades durchsetzte Version des Albums erhalte ich einen ersten Einblick. Ein Großteil der Beats laden eindeutig zum Mitnicken ein. Der Rapflow geht gut in Ordnung, um das mal so umgangssprachlich auszudrücken – wie auch sonst? Inhaltlich ist einiges dabei, die Zeilen selbst sind aber nicht immer treffsicher genug. Bei „Wer spielt mit uns?“ beweist Schu vom Topf wieder einmal, dass er einer der lässigsten Reimer des Landes ist und ansonsten geht es halt um alle erdenklichen Spiele. Cooler Konzeptsong, bei dem auch Heinemann und Johanna mitmachen. Ebenfalls ein Anspieltipp ist „Komm zurück“, ein entspannter Track, der melancholisch auf den „wahren HipHop“ zurückblickt. Nicht gerade das neuste Thema, dafür können das bestimmt inzwischen fast alle Heads über 20 irgendwie nachvollziehen. Enttäuschend empfinde ich den Gastauftritt vom Snippet-Moderator DavidPe, der mit den anderen über die eigene Schönheit redet und nicht mal besonders freshe Reime am Start hat. Dafür gibt es zum Schluss noch einen reflektierten Track über die Anfänge des Trios.