Dass aus den Niederlanden viele Hardcore Bands kommen, ist bekannt. Aber da Transmission0 keine typische Hardcore Band ist, kann sie auch nicht als typische niederländische Band gelten. Das Quintett aus Tilburg macht Post-Hardcore. Man könnte auch Noiserock sagen. Es ist das zweite Album von Transmission0, zwei Jahre nach dem Debüt „O“. 64 Minuten nimmt sich die Band für die zehn Songs Zeit. Songs, die sich mit einem fast epischen Verlauf nur langsam und ruhig entwickeln, um dann auf einmal plötzlich auszubrechen und in ein brachiales Stimmungsbild zu kippen, das Sänger Mischa van Rodijnen mit seinen Shoutings untermauert. Aber er kann auch anders: „Fragments“ erinnert eher an eine rassische Rocknummer mit gefühlsstarkem Gesang. Das auf „Dying light“ folgende Pianospiel überrascht dann auch nicht mehr, doch keine Sorge, schnell nimmt das Album wieder Fahrt – das heißt Lautstärke – auf. Insgesamt ist den Niederländern mit „Memory of a dream“ ein wirklich vielseitiges Album gelungen, das eigenständig klingt und seine Grenzen auslotet. Wer hier den Mosh sucht, ist jedoch nicht unbedingt richtig. Dunkel und atmosphärisch dicht klingt die Musik von Transmission0. Wertung 7/10.