Das neue Münchner Nachwuchslabel "T!lt music" dürfte den meisten Lesern unbekannt sein, auch die vertretenen MCs Konsul, Headdawg, Bladeshift und die ACR-Crew gehören zu den Neulingen der Szene. So verwundert es nicht, dass die Beats und Rhymes nicht mit den Klängen etalblierter Musiker mithalten können. Müssen sie aber auch gar nicht. Trotzdem sollte man von einem ersten Label-Sampler mehr erwarten können, als es hier der Fall ist. Die Reime sind mitunter grauenhaft schlecht und so sinnlos wie ein Fisch auf einem Fahrrad: "Knochen spritzt / Ein Euro-Job vom Hundskopf mit Bierbauch und Fransen am Schwanz, Headdawg kanns", "Ich fress, scheiß und f..., ich leb täglich den Sozialstaat / Mein Leben ist einfach / weil ich ständig Plan hab, leck ich ständig meine Eier", und so weiter. Der gesamte Text lohnt sich eines Abdrucks nicht. Die zugehörigen Rapperstimmen sind leider meist unangenehm penetrant und nicht ausgeglichen, was Lautstärke und Tonfall angeht, sodass man schnell nicht mehr dem Text folgen will. Die eintönigen Melodien und Refrains klingen zum Großteil auch wie vom Rummelplatz, was sich RIS bei "Shalala" dachte, dessen Refrain nur aus "Shalala Shalala Shalala Heee" besteht, weiß wohl nur er alleine. Einziger Anspieltipp: Lied 6 "Warten". Der einzig wirklich erträgliche Track auf dem Album, weil instrumental. Wertung 2/10.