Es gibt Alben, die werfen Fragen auf, und The Exit tun dies schon mit ihrem Bandnamen. „Don’t Push your love away“ singen sie auf dem Opener auf Reggae-Offbeat. Ein Hit. Irgendwo auf der Reise zurück in die 70er oder 60er. Ein Schuss Psychedelic gehört dazu. Danach rockt das Trio aus New York härter. „Let’s go to Haiti“, der Ausbruch. Trotzdem, vom Reggae können sie sich nicht lösen und daher singt Ben Brewer auch „Back To The Rebels“ und stellt dabei sowohl sein gesangliches wie auch lyrisches Talent unter Beweis. Schön, dass er danach auch seine Gitarren so ordentlich aufdreht, der Bass von Jeff DaRosa richtig wummert und Gunnars Drums knöchern einschlagen. An wirklich guten Songs kommt aber auf „Home For An Island“ danach und nach selbigem Song nur noch wenig. „The Sun will rise in Queens“ ist verzweifelt und gnadenlos passend, aber was die Mundharmonika zu Weichspülergitarre auf „Soldier“ soll, ist wirklich nicht klar. Nett aber nicht zwingend sind auch die meisten anderen Tracks im letzten Drittel des Albums. Ihren eigenen Sound haben The Exit auf „Home For An Island“ kreiert, ein paar Hits auch, aber der letzte Schritt fehlt noch. Trotzdem: An diesem erfrischenden Werk kommt derzeit keiner vorbei. Wertung 8/10.