Was mittlerweile schon fast in Vergessenheit geraten zu sein scheint, lassen „The up escalator“ aus Berlin wieder aufleben und zwar die EP (ein extended player) eine Chimäre, die als Maxi-Single zu umfangreich, als Longplayer-Album zu spärlich ist. Nachdem sie letztes Jahr ihr Debüt „Trying on the world for measure“ herausgebracht haben, begründen sie ihr jetziges Mini-Album mit dem Anspruch, neue Songs nicht allzu lange im Keller vergammeln, sondern sie unmittelbar den Leuten „da draußen“ zukommen zu lassen und das ganze eben nicht – wie sonst üblich – mit Lückenfüllern zu einem vollständigen Album aufzuplustern. „The up escalator“ entlehnen ihren Namen dem Titel eines Albums des New-Wave-Rockers Graham Parker. Von daher ist ihr Sound auch an New Wave angelehnt, vielmehr aber noch Britpop-lastig mit teils rockigen, treibenden Parts, die andererseits von psychodelischen Anklängen abgelöst werden. In diesem Zusammenhang stört allerdings etwas der altbacken nach Beach Boys’schem Surf-Sound klingende Synthesizer. Ansonsten eine (Sommer-)frische Mischung zum chillen. Wertung 6/10.