L.A. Thrash, so könnte man das erste Album der Shockers auch einstufen, die zwei Mädels und drei Jungs mit Jennifer Finch (früher Bassistin von L7) am Mikrofon machen einen verwegenen Mix aus Rock’n’Roll, Punk und Dirt. Viel Zeit lassen sie sich dabei nicht, 25 Minuten müssen reichen, um die 11 Songs wie „Pop Narcotic“, „Body Count“ oder „The Wind Beneath the Wings of the Common Fly“ durchzupowern. Klar, die Fünf gucken nicht nach links oder rechts, rotzen ihre Songs einfach runter und der Sound klingt wie in einer Abrissbude, aber gerade das macht den Charme des Albums aus. Ein bisschen Glamour von Los Angeles, ein bisschen Verruchtheit dreckiger Hinterhofclubs und jede Menge Punk, das Konzept von The Shocker ist simpel aber effektiv. Mit Frauenpunk wie bei den Donnas hat das höchstens nur auf den ersten Blick etwas zu tun, denn hier geht es nur um’s richtige Rocken und nicht um’s Image. Wer sich nicht um Belanglosigkeiten scheren will ist bei „Up Your Ass Tray“ gut aufgehoben. Wertung 7/10.