The Royal We fing als Soloprojekt des Scumbucket Bassisten Dylan Kennedy an, mauserte sich aber schnell zur fünfköpfigen Vollzeitband. Nach einer ersten EP, „A New Sunrise“, erscheint jetzt das selbstbetitelte Debütalbum der Köln/Berliner Indiepopband. Dieses ist alles andere als eintönig, denn rockig, treibende und mit einer eingängigen Gitarrenmelodie versetzte Lieder, wie „Space 1999“, melancholische Popsongs, wie „I won´t hurt“ oder etwas experimentellere Songs, wie „Day of the Dragon“, finden sich hier alle nebeneinander. Vergleiche fallen demzufolge etwas schwer, am ehesten erinnert das sehr facettenreiche Album an diverse Britpopgruppen – kein Wunder stammt Dylan Kennedy ursprünglich auch aus Großbritannien. Prominente Unterstützung konnte sich Kennedy ebenfalls ins Studio holen – Mitglieder von Blackmail, Scumbucket, Von Spar und Urlaub in Polen assistieren hier. Schade nur, dass keiner der zehn Songs es schafft richtig herauszustechen. Wertung 6/10.