The Rapture – Pieces of the People We Love Vertigo / Mercury Records VÖ 15.09.2006
Ganze drei Jahre sind mittlerweile seit dem Erscheinen des überall mit Lob überschütteten Debütalbums „Echoes“ vergangen. Nach langer Wartezeit veröffentlichen die New Yorker Dancepunks The Rapture jetzt endlich das Nachfolgewerk, „Pieces of the People We Love“. Kein einfaches Unterfangen für die Band, ihr so eindrucksvolles Debütalbum zu toppen. Doch das schwierige zweite Album meistern The Rapture mit Bravour und machen klar, dass sie mehr als nur ein One-Hit-Dancepunk Wunder sind. Ein Unterschied zu „Echoes“ fällt schnell auf: „Pieces of the People We Love“ fällt deutlich facettenreicher als der Vorgänger aus. Die Gang of Four Referenzen wurden etwas zurückgeschraubt und durch vermehrte Funk und Talking Heads-Einflüsse ersetzt, des Öfteren kommt auch mal die ruhigere und nachdenklichere Seite der Band zum Vorschein. Oft dann allerdings auch nicht, denn die Dance-Punk-Funk-House Mischung der New Yorker ist genau wie auf dem Debüt dermaßen elektrisierend und energetisch, dass man beim Hören des Albums an nichts anderes als an den nächsten Abend auf der Tanzfläche denken kann. Unglaublich wie mitreißend, kraftvoll und erfrischend spontan Songs wie „The Sound“ oder „Whoo! Alright – Yeah… Uh Huh“ klingen – mit Sicherheit wird eines dieser beiden „House of Jealous Lovers“ bald auf allen Indieparties als neues The Rapture Lieblingslied ablösen. House, Punk und No Wave Elemente waren einfach noch nirgends so perfekt vereint wie während der vier Minuten und dreiundzwanzig Sekunden von „The Sound“. Ein unglaublich eindrucksvolles Album, das andere Dancepunk Bands wie zum Beispiel Radio 4 mit einer erschreckenden Leichtigkeit gnadenlos an die Wand spielt. Kaufen und direkt lostanzen. Wertung 9/10.