Sforza italia... Während das schöne diktatorisch verwaltete Stiefelland südlich der Alpen hinsichtlich Gitarrenmusik, in einer verspäteten Flut von mittelprächtigen bis miesen NuMetal-Klon-Bands zu ertrinken droht, liefern „the orange man theory“ hier eine willkommene Abwechslung. Schon Anfang 2005 aufgenommen und von Steve Austin (today is the day) produziert kommt diese Scheibe erst jetzt in den Europa und Amerika-Vertrieb, nachdem sie im südamerikanischen Raum schon ordentlich abgeräumt konnte. Aber besser spät als nie, gelle. Musikalisch gibt es hier sauber produzierten, drückenden Hardcore, der verschiedenste Einflüsse von klassischem Punk und Death Metal, bis hin zu 70’s Superrock und den fast schon obligatorischen Moviequotes erkennen lässt. Obwohl (wie so oft) auch auf dieser Platte nicht komplett auf emotionale Sprech-Singsang- Passagen verzichtet wird (wohl um italienische Ladies aufzureißen?!), kann man jedoch nicht zur eh schon randvollen Emo-NewSchool-Schublade greifen. TOMT liefern eine sehr eigene Version von angepisster Hardcore-Hybrid-Musik, die bis auf kleine Ausnahmen auf ganzer Linie zu überzeugen weiß. Abgerundet wird das ganze durch ein nettes, wenn auch sehr schlankes Booklet, großartigen Songtiteln wie „vortex of cows into the sweet tornado“ und einem Gastspiel vom eben erwähnten Steve Austin höchstpersönlich. „thank you for buying this cd and giving us the possibility of keeping on what we were born to do. The Rock. We won’t disappoint you.” –TOMT Wertung 7/10.