Das Debütalbum „In Towers & Clouds" von The Immediate ist eigentlich gar kein richtiges Album. Eigentlich. Es ist eher ein englisches Underground Mixtapes, welches einmal und zurück die komplette IndiePopRock Szene außerhalb des Mainstreamfeldes abgrast und diverse Interpreten mit ihrer mehr oder minder besten Singleauskopplung zusammenwürfelt. Man vermeint Radiohead, Pink Floyd, The Flaming Lips oder manchmal auch die Talking Heads herauszuhören und auf dem Cover scheint selbstverständlich Mogwai vertreten zu sein. The Immediate sind aber fünf Jungs aus Dublin, Irland, die ihre erste Scheibe veröffentlicht haben, welche abwechslungsreicher nicht sein könnte. Die Stimme des Frontsängers scheint jedem Lied neu angepasst zu sein, die Riffs und Basslines werden von Song zu Song einem anderen Klangkonzept unterworfen. Insgesamt gestalten sich die Tracks popig süß („Big Sad Eyes"), mal als tanzbaren Indiepop („Don't You Ever") bis hin zum ruhigen „In Towers & Clouds". Trotz der Vielfalt wirkt das Album nicht eckig und nach den ersten Hördurchgängen entdeckt man schnell den roten Faden der Scheibe. Der große Überhit, welcher das Album als große Entdeckung rausbringen könnte, fehlt leider und so wird The Immediate in Deutschland wohl nur als Geheimtipp durchgehen. Wertung 7/10.