Ein sehr gemischtes Album, dessen genauer musikalischer Hintergrund sich nicht wirklich erschließen lässt. Surrealistisch, Anleihen von Rock ‘n‘ Roll, Country, hier und da ein herkömmliches Rock-Gitarrensolo, Psychodelisches mit Cabaret-Charakter, fast in der Groteske endend und Low-Fi, also so einer Art Nachfolge von Skiffle, wozu vor allem so exotische Instrumente wie Pump Organ, Xylophon, Marimba und Akkordeon beitragen sowie der ausdrückliche Hinweis darauf, dass das Schlagzeug zum Teil Eigenbau sei. Nach der Reduktion der Band im Frühjahr 2005 von fünf auf vier Mann haben die aus New York kommenden Musiker mit ihrem zweiten Album „In the city of sleep“ ihr Vorhaben, unbekanntes musikalisches Territorium zu erschließen, hiermit eindrucksvoll erfüllt. Nicht nur die Tatsache, dass die 16 Songs der CD auf Wunsch von Produzent Steve Revitte, der unter anderem die Beastie Boys produzierte, live im Studio eingespielt wurden, deutet auf heutzutage unkonventionelle Methoden im Zusammenhang mit Recording hin und rückt die Band, deren Musik als Brückenschlag zwischen den zu Tode betrübt wirkenden „Bad seeds“ und den dagegen heiter aufspielenden „Beach boys“ angesehen wird, in unmittelbare Nähe zu experimenteller Musik. Wertung 5/10.