The Draft – In A Million Pieces Epitaph / SPV VÖ 08.09.2006
The Draft werden es mit ihrem Debütalbum „In A Million Pieces“ als quasi-Nachfolgeband der legendären Hot Water Music mit Sicherheit nicht ganz einfach haben. Es ist ja irgendwie auch zu verlockend die Band lediglich als „Hot Water Music minus Chuck Ragan“ zu sehen. Aber auch wenn drei Viertel der alten Besetzung noch an Bord sind und nur der ehemalige Discount Gitarrist Todd Rockhill hier neu mitwirkt, sind The Draft doch viel mehr als nur die „neuen“ Hot Water Music. Klar, musikalische Vergleiche sind nicht von der Hand zu weisen, aber warum sollte man die auch leugnen? Schließlich singt ja immer noch Chris Wollard und der hymnische Punk/Post-Hardcore Sound von The Draft ähnelt dem der bekannten Vorgänger nicht unerheblich. Trotzdem: Songs wie „Let It Go“ mit seinen Ska-Anleihen, das kraftvolle und Bläser-unterstützte „Wired“, oder das bombastische „All We Can Count On“ hätten Hot Water Music so nie geschrieben. „In A Million Pieces“ ist definitiv ein solch eigenständiges und qualitativ hochwertiges Debütalbum, dass sich The Draft keine Sorge über ihre Zukunft abseits von Hot Water Music zu machen brauchen. Man kann sich auf die anstehende Europatournee im Herbst schon mal freuen. Wertung 8/10.