Diese Band hat ja einiges übrig für ausgefallene Cover-Gestaltung: So würde man auch beim zweiten Album keinen explosiven Punkrock-Hardcore Mix hinter The Bronx vermuten. Aber mittlerweile hat sich schon rumgesprochen, was dieses Quartett aus Los Angeles kann, und so haben sie auch einen Majordeal in der Tasche. Das großartige an der Band ist, dass sie stets unberechenbar bleiben. Festzustellen ist das auch an den 12 neuen Songs. Wie das Cover aussieht klingt das spährisch-abgefreakte Intro, aber danach wird direkt drauf los geknüppelt. Hat man sich gerade an den puren Hardcore-Sound gewöhnt, ziehen The Bronx das Spielfeld wieder breit, wie auf der hittauglichen Nummer „History’s Stranglers“, die an die deutschen Beatsteaks erinnert. Darauf folgen auch ruhige, ausgeglichene Songs ohne harte Gitarren wie „Dirty Leaves“. Aber keine Sorge, The Bronx verstehen es auch auf ihrem Zweitwerk zu rocken, dass einem so einiges um die Ohren fliegt. Emotional, ehrlich, direkt. Und dabei ist das Songwriting immer so, dass nichts gleich klingt, sondern jeder Song seine eigenen Qualitäten mitbringt. Ein großartiges Rockalbum der härteren Sorte, das nicht nur Leute aus der Hardcore oder Punkrock Szene ansprechen dürfte! Wertung 8/10.