The Bear Quartet dürften in der schwedischen Musikszene nicht gerade unbekannt sein. „Angry Brigade“ ist nicht ihr drittes, viertes oder fünftes Album, sondern schon ihr elftes. Trotz sechszehnjähriger Existenz des Quintetts eine sehr beachtliche Veröffentlichungsquote. Dazu kommt noch, dass die Bandmitglieder in ihrer Karriere öfters mal als Gastmusiker und Produzenten unter anderem in Zusammenarbeit mit Moneybrother und Kristofer Aström in Erscheinung getreten sind. Beeindruckend. Nicht ganz so beeindruckend ist leider „Angry Brigade“. Trotz eher aggressiv-klingenden Titels zeichnet sich das Album durch ruhigere und folkrockigere Klänge aus. Nur selten lassen sich mal Ecken und Kanten und ein leichter Punkeinfluss heraushören. Schade, denn die dreißig Minuten Spielzeit verlaufen recht unspektakulär und ohne weitere Höhepunkte. Vielleicht sind die zehn vorherigen Alben ja besser. Wertung 6/10.