In Deutschland noch recht unbekannt ist Texhnolyze, eine japanische Serie mit 22 Episoden, die ein düstere Zukunft in der unterirdischen Stadt Lukuss zeichnet. Mittelpunkt des Sci-Fi-Animes ist Texhnolyze, eine Technologie, mit der menschliche Gliedmaße durch kybernetische Arme und Beine ersetzt werden. Mitten zwischen Anarchie, Verzweiflung und Gewalt lebt Ichise, der einen Arm und ein Bein verloren hat. Mithilfe der Texhnolyze wurden ihm diese ersetzt. In den 22 Episoden trifft Ichise unter anderem auf Ran, ein Mädchen, das die Zukunft voraussehen kann, und Oonishi Kyogo, der die „Stimme“ der Stadt hören kann und ziemlich einflussreich ist. „Texhnolyze“ ist eine sehr düstere Serie und nicht nur anfangs verwirrend. Die Produzenten von "Serial Experiments Lain" und "Haibane Renmei" schufen von Brutalität und Blut nur so strotzende Bilder, die langsam ablaufen und nur ebenso langsam Informationen freigeben. Das Charakterdesign stammt von Yoshitoshi Abe, der sich im Manga-Bereich einen guten Namen gemacht hat. Die Geschichte entwickelt sich bruchstückhaft. Die meisten werden wohl nur schwer einen Zugang zu der surrealen Welt von Texhnolyze finden, das Anime ist in jeder Hinsicht harte Kost. Dennoch beeindrucken die Bilder und Atmosphäre. Die 22 Episoden werden auf sieben DVDs verteilt erscheinen. Vol. 1 startet im Juni, danach geht es monatlich bis zum Dezember weiter. „Inhuman & Beautiful“ enthält die erste vier Episoden und hat eine Laufzeit von 100 Minuten. Als Ton sind Deutsch in Dolby Digital 5.1 und Japanisch in Dolby Digital 2.0 auswählbar. Für die Masse wird Texhnolyze bei uns kaum interessant sein, Freunde dunkler Manga-Kost kommen dagegen voll auf ihre Kosten. Wertung 8/10.