Diese Jungs werden geradezu überhäuft von Props, selbst Jay-Z lässt im Presseinfo „überdimensionale Shout-Outs“ los. Dort steht es dann auch schwarz auf weiß: „Mehr Hype geht nicht: Es handelt sich bei diesem Projekt um eine exklusive Zusammenarbeit der angesagtesten Künstler/Produzenten!“ Jetzt mal langsam, es geht hier doch eigentlich nur um fünf modebewusste Japaner, die in ihrem Heimatland anscheinend so erfolgreich sind, dass sie zum Beat shoppen mal nach Amerika geschaut haben. Die Auswahl, dass muss man zugeben, ist beeindruckend. DJ Premier, DJ Shadow, Dan The Automator, Ad-Rock von den Beastie Boys und Cut Chemist, aber auch die Neptunes, Just Blaze, Cornelius, Daft Punk und Mark Ronson haben jeweils ein Instrumental beigesteuert. Ad-Rock sorgte zusätzlich für das Intro, einen Skit (mit AB-Sprüche, wie originell!) und das Outro. Soweit so gut, aber was es hier sonst zu feiern gibt, ist mir unklar. Die Flows sind rund, aber nicht weiter spektakulär. „Celebrity Death Match“ und „School Of Rock“ fangen teilweise noch ganz gut den Flavour der frühen 90er ein, aber spätestens bei „Large“ mit Pharrell und einer flüsternden Frau am Mikrophon ist das heutige Null-Niveau von MTV erreicht. Gemischt mit dem Popappeal der 80er ergibt das etwas, was bei mir im Wohnzimmer echt keine Chance hat. Da nützt es auch nichts, dass hier zu den englischen noch japanische Reime dazu kommen.