Aus Japan kommt so einiges zu uns – Musikalisches allerdings nicht. Das dürften jetzt die Teriyaki Boyz ändern, die in ihrer Heimat absoluten Superstar-Status genießen. Längst haben die Rapper Ilmari, Ryo-Z, Verbal, Wise und Nigo auch international Anerkennung eingefahren, denn nicht umsonst finden sich Features und Produzenten wie Pharell Williams, Daft Punk, DJ Premier, Adrock (Beastie Boys) oder DJ Shadow auf ihrem Debütalbum „Beef Or Chicken“, das in Japan bereits im November 2005 erschien. So kommt es dann auch, dass uns keine exotischen asiatischen Beats erwarten, sondern HipHop, der unseren Standards entspricht und nur durch die japanischen Texte auffällt. Es ist ein wirklich buntes Album geworden, durchgestyled, ein bisschen crazy und zeitlos im Sound. Wer auf Gruppen wie Jurassic 5 steht, wird auch hier seinen Spaß haben, denn schnell wird klar, wie sehr die fünf MCs miteinander harmonieren. Die Produktion ist über jeden Zweifel erhaben, aber das wundert auch nicht, wenn die Beats wie oben schon angesprochen von Adrock (vier Songs), Dan The Automator oder Daft Punk stammen. „Beef Or Chicken“ ist ein Album, das man schnell in sein Herz schließt, weil es einfach sympathisch ist. Und die Teriyaki Boyz selbstverständlich auch. Wertung 9/10.